Infos zur Bewertung der Abschlussarbeit

Hast Du Fragen zur Bewertung Deiner Abschlussarbeit oder möchtest Du besser nachvollziehen, wie das Feedback zustande gekommen ist? Im Folgenden erklären wir Dir, wie der Korrekturprozess abläuft und nach welchen Kriterien Deine Arbeit beurteilt wurde. Außerdem erläutern wir, warum das Feedback genau in der Form aufgebaut ist, in der Du es erhalten hast.

Ziel des Feedbacks

Unser Ziel ist es, ein Feedback zu geben, das zwei Dinge ermöglicht:

  • Teilnehmern, die nicht bestanden haben, eine Orientierung zu geben, wo Probleme lagen, damit ein Zweitversuch sinnvoll möglich ist.
  • Teilnehmern, die bestanden haben, Hinweise zu geben, wo noch Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

Was man dabei berücksichtigen muss, ist, dass der Prüfer während der Korrektur zunächst nicht weiß, ob eine Arbeit am Ende bestehen wird oder nicht. Deshalb wird das Feedback nicht unterschiedlich ausführlich für „bestanden“ oder „nicht bestanden“ formuliert, sondern während der Korrektur Schritt für Schritt erstellt.

Warum Kommentare manchmal allgemein gehalten sind

Wir haben den Bewertungsprozess lange diskutiert und ihn anhand von Erfahrungswerten im Laufe der Jahre angepasst. Was wir bewusst vermeiden wollten, ist eine Situation, wie sie viele aus anderen Ausbildungen kennen – egal ob privat oder staatlich: Man erfährt eine Punktzahl oder Prozentzahl – und sonst nichts. Oft weiß man nicht einmal, bei welcher Aufgabe Punkte verloren wurden, geschweige denn, was genau das Problem war.

Gleichzeitig müssen wir berücksichtigen, dass 30–40 % der Teilnehmer beim ersten Versuch nicht bestehen. Würden wir in jeder Arbeit detailliert ausformulieren, wie die korrekte Lösung konkret aussehen müsste, würde das den Zweitversuch erheblich erleichtern. Dann könnte man theoretisch eine sehr fehlerhafte Arbeit abgeben, und würde im Feedback eine Art Musterlösung erhalten und hätte damit dann bestanden. Das wäre nicht sinnvoll – insbesondere, weil unsere Absolventen wirklich auch eigenständig und im Sinne der Tiere arbeiten sollen.

Deshalb sind Kommentare häufig allgemein formuliert, ohne direkt die vollständige Lösung vorzugeben.

Beispiel: Wenn in einer Arbeit zur Pankreatitis Rinderfett eingesetzt wurde, könnte der Kommentar lauten:

„Fettquelle bei Pankreatitis ungeeignet.“

Der Kommentar zeigt damit klar, wo das grundlegende Problem liegt, ohne gleichzeitig die komplette korrekte Lösung vorzugeben – nämlich, dass in diesem Fall eher Kokosöl oder andere MCT-Fette eingesetzt werden sollten, statt des im Plan gewählten Rinderfetts. Würden wir die Lösung direkt mitliefern, würde das den Zweitversuch ad absurdum führen. Eine Alternative wäre gewesen, für den Zweitversuch ein komplett neues Thema zu vergeben. Das hätte jedoch andere Probleme mit sich gebracht und wäre für viele Teilnehmer deutlich schwieriger.

Wie die Bewertung erfolgt

Für die Bewertung existieren interne Bewertungsrichtlinien. Darin sind etwa 100 klar definierte Bewertungskriterien festgelegt, auf die in den Abschlussarbeiten geachtet wird. Für diese Kriterien gibt es festgelegte Punktabzüge innerhalb bestimmter Spielräume, z. B. 0,2 bis 1,5 Punkte oder 3 bis 5 Punkte.

Besonders hohe Punktabzüge gibt es bei:

  • Fehlern, die für die Erkrankung des Tieres relevant sind
  • Fehlern, die gesundheitliche Probleme verursachen könnten
  • Kriterien, die in der Beispielarbeit bereits sehr ausführlich dargestellt sind, aber ignoriert oder stark vereinfacht wurden

Meistens sind es diese Punkte, die darüber entscheiden, ob eine Arbeit bestanden wird oder nicht. Es kann daher durchaus vorkommen, dass relativ viele Punkte verloren gehen, obwohl der Kommentar im Feedback sehr kurz ist, z. B. „Wesen der Erkrankung inkorrekt dargestellt“.

Viele andere Hinweise betreffen dagegen kleinere Punkte. Typische Beispiele sind:

  • kleine Unvollständigkeiten
  • fehlende Details
  • leichte Ungenauigkeiten

Hier liegt der Punktabzug oft nur bei etwa 0,2 bis 0,5 Punkten. Deshalb bedeutet ein längerer Kommentar zu einer Aufgabe nicht automatisch, dass dort viele Punkte verloren wurden. Es kommt durchaus vor, dass bei einer Aufgabe mehrere Hinweise stehen, aber insgesamt nur wenige Punkte fehlen – während an anderer Stelle ein grundlegender Fehler deutlich stärker ins Gewicht fällt.

Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, einzelne Kommentare isoliert zu betrachten oder sich an Details festzubeißen. Entscheidend ist immer die Gesamtleistung der Arbeit. Übrigens: Niemand fällt bei uns durch, weil ein einzelner Punkt fehlt.

Wichtig ist vor allem, das Feedback insgesamt möglichst gut umzusetzen. In vielen Fällen hilft es, den entsprechenden Unterricht noch einmal anzusehen, die Beispiel-Futterpläne noch einmal durchzugehen und vor allem auch die Beispielarbeit (Fehlerprotokoll) ganz genau zu betrachten.

Warum keine individuellen Rückfragen zum Feedback möglich sind

Die Korrektur einer Abschlussarbeit dauert im Durchschnitt etwa 2 Stunden. Je mehr Fehler eine Arbeit enthält, desto länger dauert die Korrektur, denn die Prüfer versuchen, den Ursachen der Fehler nachzugehen, um ein möglichst hilfreiches Feedback geben zu können. Gerade fehlerhafte Berechnungen nachzuvollziehen, ist oft sehr zeitintensiv. Bei Arbeiten, die mit „nicht bestanden“ bewertet wurden, ist außerdem eine zweite Korrektur erforderlich, die wiederum etwa 2 Stunden in Anspruch nimmt. Würden die Prüfer zusätzlich noch individuelle Rückfragen zum Feedback beantworten, würde der Zeitaufwand pro Teilnehmer schnell um weitere 30 bis 60 Minuten steigen.

Bei einer Prüfungsgebühr von 75 € ist dieser zusätzliche Aufwand organisatorisch und wirtschaftlich leider nicht abbildbar. Deshalb können wir keine individuellen Nachbesprechungen oder Diskussionen per E-Mail mit den Prüfern zur Bewertung anbieten. Sollte es allgemeine Verständnisprobleme zur Thematik geben, können Fragen dazu gern im Forum gestellt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, nicht auf die Abschlussarbeit Bezug zu nehmen, sondern allgemein zu formulieren.

FAQ

Auch Prüfer sind nur Menschen und können etwas übersehen, vor allem, wenn eine Angabe im Fließtext untergeht. Wenn im Feedback z. B. steht „Anzahl der Mahlzeiten fehlt“, obwohl diese in der Arbeit genannt wird, wurde dafür vermutlich ein Punkt abgezogen.

Dieser eine Punkt hat das jedoch keinen Einfluss auf das Bestehen oder Nichtbestehen. Niemand fällt bei uns durch, weil ein einzelner Punkt fehlt. Teilnehmer, die knapp unter der Bestehensgrenze liegen, bestehen trotzdem. Teilnehmer, die nicht bestanden haben, liegen in der Regel deutlich darunter – häufig im Bereich von etwa 30 bis 60 Punkten.

Die Prüfer achten sehr genau auf die Punkte, die wirklich entscheidend für die Bewertung sind. Gleichzeitig ist die Korrektur einer Abschlussarbeit sehr aufwendig und dauert oft über zwei Stunden. Häufig müssen dabei z. B.:

  • Produkte recherchiert werden, die der Prüfer nicht kennt,
  • fehlerhafte Berechnungen Schritt für Schritt nachvollzogen werden,
  • Angaben im Fließtext zusammengesucht werden,
  • unübersichtliche Arbeiten erst einmal strukturiert werden.

Wenn in solchen Fällen ein einzelner Punkt übersehen wurde, kannst Du ihn einfach für Dich dazurechnen. Da die Punktzahl ohnehin nicht auf dem Zertifikat steht, spielt das praktisch keine Rolle.

In den meisten Fällen liegt das daran, dass:

  • ein Detail übersehen wurde,
  • eine Formulierung missverständlich war,
  • oder eine allgemeine Regel nicht ausreichend auf die konkrete Fallbeschreibung angewendet wurde.

Ein Beispiel: Im Skript steht bei Pankreatitis, dass beim Hund 4–6 Mahlzeiten pro Tag gefüttert werden können. Wenn in der Arbeit 6 Mahlzeiten eingeplant werden und im Feedback steht:

„Anzahl der Mahlzeiten ungünstig, zu viel Aufwand für den Kunden“

bedeutet das nicht, dass die Angabe im Skript falsch ist oder der Prüfer eine andere Auffassung vertritt als im Unterricht kommuniziert wurde. Die im Skript genannte Spannbreite von 4–6 Mahlzeiten bedeutet, dass die konkrete Entscheidung an die Fallbeschreibung angepasst werden muss. Wenn das Tier im Fallbeispiel als relativ stabil beschrieben ist, sind 6 Mahlzeiten unnötig aufwendig, obwohl sie grundsätzlich im möglichen Bereich liegen. Das ist auf viele Szenarien anwendbar.

Nein, leider nicht. Ein Teil der Teilnehmer schreibt die Abschlussarbeit erst zu einem späteren Zeitpunkt. Würden Feedbacks oder konkrete Bewertungskommentare öffentlich geteilt werden, hätten spätere Teilnehmer einen erheblichen Vorteil. Das würde bedeuten, dass man im Grunde mehrere Jahre warten müsste, bis alle Arbeiten geschrieben wurden, bevor man solche Inhalte öffentlich diskutieren könnte. Aus diesem Grund können Feedbacks nicht in der WhatsApp-Gruppe besprochen oder miteinander verglichen werden. Wenn es reine Verständnisfragen zu fachlichen Inhalten gibt, können diese selbstverständlich im Forum gestellt werden.

Das bedeutet meist nicht, dass zu wenig Text vorhanden ist, sondern dass wichtige fachliche Details fehlen, die für die Bewertung des Verständnisses notwendig sind. Die Abschlussarbeit ist kein gewöhnlicher Futterplan für einen Kunden. Sie geht fachlich deutlich weiter, denn wir müssen bewerten, ob die Inhalte auch in entsprechender Tiefe verstanden wurden. Deshalb müssen Zusammenhänge ausführlicher und präziser erklärt werden, damit die Leistung überhaupt nachvollziehbar bewertet werden kann. In der Beispielarbeit sieht man sehr gut, welches Niveau hier gemeint ist.

Beispiel (Aufgabe 4):

„Kokosöl statt tierischem Fett: Wie ich bereits erläutert habe, benötigen wir aufgrund der Pankreatitis unterschiedliche Energiequellen im Futterplan … vorzeitigen Aktivierung der Pankreasenzyme zu kommen, was das Gewebe schädigt … ein Hormon (Cholecystokinin, CCK) angeregt, was immer dann ausgeschüttet wird, wenn sich im Darm Spaltprodukte aus der Fett- oder Proteinverdauung… Je mehr CCK ausgeschüttet wird, desto mehr Enzyme werden produziert und können damit auch vorzeitig aktiviert werden. Kokosöl enthält sehr viele mittelkettige Fettsäuren… Im Gegensatz zu anderen Fettsäuren regen die aber die CCK-Ausschüttung nicht an…“

Hier wird deutlich, wie fachliche Zusammenhänge nachvollziehbar erklärt werden und welche Detailtiefe uns vorschwebt.

Eine Antwort wie:

„Kokosöl besteht aus speziellen Fettsäuren und ist leichter verdaulich.“

mag für einen Endkunden völlig ausreichend sein. Für eine Prüfungsleistung reicht diese Erklärung jedoch nicht aus, weil daraus nicht erkennbar ist, ob die zugrunde liegenden physiologischen Zusammenhänge vom Prüfling wirklich verstanden wurden. 

Teilnehmer, die bestanden haben, sehen ihre Punktzahl direkt. Teilnehmer, die nicht bestanden haben, sehen sie zunächst nicht. Der Hintergrund ist folgender: Früher haben wir die Punktzahl auch bei nicht bestandenen Arbeiten angezeigt. Dadurch kam es jedoch vor, dass Teilnehmer gezielt nur die Stellen korrigiert haben, bei denen sich mit möglichst wenig Aufwand noch ein paar Punkte holen lassen. Beispielsweise wurden dann nur einzelne Aufgaben minimal ergänzt, um die fehlenden Punkte zu erreichen und mit 70 % zu bestehen.

Das entspricht jedoch nicht unserem Anspruch an unsere Absolventen. Es geht in dieser Ausbildung letztlich um Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf die Gesundheit von Tieren haben können. Deshalb ist es uns wichtig, dass beim Zweitversuch die gesamte Arbeit noch einmal gründlich überarbeitet wird und nicht nur einzelne Punkte „aufgefüllt“ werden, um die Mindestpunktzahl zu erreichen. Aus diesem Grund wird die Punktzahl bei nicht bestandenen Arbeiten zunächst nicht angezeigt.

Nein. Aus Gründen des Schutzes der Prüfer geben wir diese Information nicht weiter. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Teilnehmer in solchen Fällen versuchen würden, die Prüfer direkt per E-Mail oder über private Nachrichten zu kontaktieren, um einzelne Punkte der Bewertung zu diskutieren oder nachträglich Fragen zum Feedback zu stellen. Das möchten wir bewusst vermeiden. Die Kommunikation zur Bewertung erfolgt daher ausschließlich über das schriftliche Feedback innerhalb der Plattform.

Daher antworten übrigens auch die Dozenten grundsätzlich nicht auf Nachfragen zur Abschlussarbeit per PN über WhatsApp.

Prüfer sind auch nur Menschen. Bei einer Abschlussarbeit mit 15–20 Seiten kann es durchaus passieren, dass einzelne Punkte einmal übersehen werden. Das hat jedoch keinen Einfluss auf das Bestehen oder Nichtbestehen der Arbeit. Niemand fällt durch, nur weil ein Prüfer in einer Arbeit einen Fehler mehr gesehen hat als in einer anderen.

Die Punkte, die für die Erkrankung oder die allgemeine Gesundheit des Tieres besonders relevant sind, sind in unseren internen Bewertungsrichtlinien ausdrücklich als Bewertungskriterien festgelegt. Für solche Fehler kann es auch größere Punktabzüge geben – in Einzelfällen bis zu etwa 5 Punkte pro Kriterium. Auf diese Punkte achten die Prüfer selbstverständlich besonders sorgfältig und diese Kriterien entscheiden auch hauptsächlich über die Bewertung.

Bei kleineren Fehlern oder bei Punkten, die nicht ausdrücklich in den Bewertungsrichtlinien festgelegt sind, kann es außerdem vorkommen, dass zwei Prüfer zu leicht unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Es ist schlicht nicht möglich, jeden denkbaren Fehler vollständig zu standardisieren – obwohl unsere Bewertungsrichtlinien inzwischen bereits über 100 einzelne Bewertungspunkte enthalten.

Zum einen muss man berücksichtigen, dass sich diese Zahl nur auf den Erstversuch bezieht. Am Ende bestehen bei uns rund 99 % der Teilnehmer – manche eben erst im Zweitversuch. Außerdem ist die Quote gar nicht ungewöhnlich hoch. An vielen Universitäten fallen bei einzelnen Prüfungen 60–80 % der Studenten durch.

Wenn jemand im ersten Versuch nicht besteht, liegt das meist an einigen typischen Punkten:

  • Die Übungsaufgaben wurden nicht bearbeitet oder der Lösungsweg wurde dort nicht wirklich verinnerlicht.
  • Die Beispielarbeit (Fehlerprotokoll) wurde nicht berücksichtigt – teilweise so ausgeprägt, dass Vorgehensweisen, die dort ausdrücklich mit einem roten X als falsch markiert sind, genau so umgesetzt wurden.
  • Wichtige Futterplananpassungen, die für die Erkrankung relevant sind, wurden nicht umgesetzt – teilweise wird sogar das Gegenteil von dem gemacht, was im Skript steht.
  • Das Skript wurde nicht genau genug gelesen.
  • Der Unterricht wurde nicht ausreichend berücksichtigt. Dort werden allgemeine Aussagen aus dem Skript häufig noch einmal differenziert erklärt.
  • Es werden einfach Beispielpläne oder einzelne Teile daraus übernommen, obwohl sie auf den konkreten Fall gar nicht passen.

Ein Beispiel: Im Skript steht bei Pankreatitis „Die Ration sollte leichter verdaulich (keine RFK, kein Bindegewebe) gestaltet sein.“ Im Plan finden sich dann aber trotzdem Pansen oder sogar Knochen. Das zeigt, dass die entsprechenden Hinweise im Skript nicht konsequent umgesetzt wurden.

Ein weiteres Problem ist, Beispielpläne unreflektiert zu übernehmen. So ist es zum Beispiel nicht sinnvoll, die Futterumstellung aus einem Beispielplan für ein stark inappetentes Tier, das gerade wegen einer Vergiftung aus der Tierklinik kommt (Fallbeispiel Leber), für ein Tier zu verwenden, das gar keine ausgeprägte Inappetenz aufweist. Ebenso wenig ist es zielführend, die Umstellungshinweise für ein gesundes Tier unreflektiert auf ein symptomatisch erkranktes Tier zu übertragen. Hier muss das theoretische Verständnis der Natur der Erkrankung und die Auswirkungen einzelner Futtermittel auf den konkreten Fall übertragen werden. Das fällt manchen Teilnehmern nicht leicht fällt und führt dazu, dass nicht die Bestehensquoten der Multiple-Choice-Prüfungen erreicht werden.

Wichtig ist also vor allem, das Skript sehr genau zu lesen, die Details aus dem Unterricht zu berücksichtigen und sich intensiv mit der Beispielarbeit (Fehlerprotokoll) auseinanderzusetzen.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Fehler, die die Gesundheit des Tieres gefährden würden – z. B. Überdosierung von Nährstoffen oder grundlegende Fehlentscheidungen im Futterplan bei einer Erkrankung – führen grundsätzlich dazu, dass eine Arbeit nicht bestanden werden kann. Solche Aspekte werden bei der Bewertung besonders streng gewichtet.

Gleichzeitig kann es auch sein, dass eine Arbeit unabhängig davon insgesamt zu wenige Punkte erreicht hat. In vielen Fällen ist es also nicht nur ein einzelner Fehler, der zum Nichtbestehen geführt hat.

Der Zweitversuch sollte daher nicht darauf abzielen, nur eine einzelne Stelle zu korrigieren. Sinnvoll ist es, die Arbeit insgesamt noch einmal gründlich zu überarbeiten und die relevanten Punkte aus Skript, Unterricht und Beispielarbeit konsequent umzusetzen.

Viele Anmerkungen bedeuten nicht automatisch, dass die Arbeit „total schlecht“ war. Häufig sind es einfach viele kleine Hinweise, die jeweils nur wenig Punkte ausmachen, oder Kommentare, die bei mehreren Aufgaben ähnliche Themen betreffen. Am besten gehst Du ganz strukturiert vor: 

  • Leg Dir die Beispielarbeit (Fehlerprotokoll) daneben.
  • Geh Aufgabe für Aufgabe durch und schau Dir an, wie es dort gelöst und erläutert wird.
  • Arbeite das Feedback Punkt für Punkt ab – nicht alles auf einmal, sondern Schritt für Schritt.

Und ganz wichtig: Bei uns bestehen am Ende praktisch alle Teilnehmer. Insgesamt liegen wir bei rund 99 % – manche direkt im ersten Versuch, manche eben erst im Zweitversuch. Du solltest also auf keinen Fall aufgeben. Es ist keine Schande, beim ersten Versuch durchzufallen. Viele merken nach der zweiten Korrektur sogar, dass der neue Plan wirklich besser ist. Klar, es nervt, alles noch einmal überarbeiten zu müssen – aber am Ende ist man fachlich ein Stück weiter. Die Abschlussarbeit ist keine Strafe. Sie soll Dich besser machen. Wichtig ist, dass Du aus den Fehlern lernst und sie künftig vermeidest – genau dafür ist die Abschlussarbeit da. Nur Mut, Du schaffst das! 🍀💪🏻